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 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
Mel |
23.01.2010 12:38 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
the_saint |
23.01.2010 01:43 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
co |
23.01.2010 02:35 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
Hermit |
23.01.2010 05:06 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
co |
23.01.2010 07:08 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
Anna32 |
23.01.2010 08:27 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
Hermit |
23.01.2010 22:01 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
co |
23.01.2010 22:34 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
the_saint |
26.01.2010 00:54 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
Hermit |
06.02.2010 14:43 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
the_saint |
09.02.2010 05:27 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
Hope |
09.02.2010 10:16 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
zwängelmaus |
06.02.2010 16:01 |
 RE: Kindheit, Eltern....Zwängler |
Anna32 |
09.02.2010 16:44 |
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Mel 
Neuling
22.01.2010
6
Level: 10 [?]
Erfahrungspunkte: 1.366
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Hallo Zwängelmaus,
Tu dir keinen Zwang an, heul einfach los.
Ganz liebe Grüße Mel
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23.01.2010 12:38 |
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the_saint 
Foren As
   

10.12.2009
81
Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten Status: Betroffene/r Medikament / Dosis: Fluoxetin 40mg tägl. Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie Herkunft: Stadt Brandenburg (Land-Brandenburg ) Interessen: PC, Internet, Schiller-Musik Beruf: Buchhalter, Informatiker
Level: 19 [?]
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| Zitat: |
Original von zwängelmaus
... und mir fiel auf einmal ein, dass ich als Kind immer und immer wieder "Gute Nacht" zu meiner Mutter gesagt habe, bis sie aus meinem Schlafzimmer, durch den Flur, zur Treppe und dann eine Etage tiefer gegangen ist. Sie musste mir auch immer antworten, sonst hatte ich das Gefühl, dass nicht "alles gut" ist. Und wenn ich an das "Gefühl" von damals denke, ist es wie heute, wenn ich zwängel bis "alles gut ist". ... |
Das "Gute Nacht Wiederholungsspiel" war früher bei vielen Kleinkindern beliebt. Wenn's nicht nervt und nicht belastet - dann ist es noch kein Zwang.
Als junger Mann hatte ich auf Arbeit einfache Zwangsgedanken, ob alles in Ordnung ist bei meinem Sohn und bei meiner Verlobten. Die einfache Sorge um die Menschen, die man liebt - es war die schönste Zeit meines Lebens. Solche Sachen und Fahrstuhl/Flugzeug-Angst sind erträglich. Man muss nicht Fahrstuhlfahren, man muss nicht Fliegen.
Sorry - ich musste mich heute zwingen, die Wohnung zu verlassen, habe Angst auf der Strasse und in Bus/Bahn. Das ist starker Leidensdruck. Wer nur leichte Zwangsgedanken hat, sollte sich darüber freuen. Es gibt die "zwanghafte Persönlichkeit" als Vorstufe der "Zwangskrankheit". Als zwanghafte Persönlichkeit konnte ich früher arbeiten und hatte eine nette Freundin, aber jetzt bin ich zwangskrank und das Leben ist nicht mehr lebenswert.
Psychische Ursachen akzeptiere für zwanghafter Persönlichkeit, für Zwangskrankheit sind nach meiner Theorie Umweltgifte und Schadstoffe verantwortlich. In der DDR gab es noch keine Zwangskranken - die aufgeblasene kapitalistische Super-Turbo-Chemie-Industrie ist vermutlich schuld. => http://www.youtube.com/watch?v=zbsYZ9RDihA
Meine Kindheit war nicht schön, aber bis zum 46. Lebensjahr war ich nicht zwangskrank. Manchmal sind Eltern einfach überfordert und nicht wirklich-schuld an negative Lebensumstände. Bin selbst geschieden - wäre gern besserer Vater gewesen.
P.S.:
Und gegen Depressionen kann man was machen, auch ohne Tabletten. Die kleine Freude des Tages ist bei mir die Tafel Schokolade am Abend. (Schokolade mildert psychosomatische Krankheiten - war eine Empfehlung vom Reha-Chefarzt)
__________________ Verschwenden wir unsere Leben nicht in einem unwürdigen, nichtigen und kleinlichen Dasein, welches uns das heutige System bietet, in dem jeder nur auf sich selbst fixiert ist.
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23.01.2010 01:43 |
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co
Foren As
   
07.01.2010
96
Level: 20 [?]
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hallo!
also das mit dem gutenachtsagen kenn ich auch. das hab ich als kind auch gemacht. ich bin davon überzeugt, dass ich meine zwänge wegen meiner kindheit und der damaligen erziehung meiner eltern hab. ich mein ich hab sie ja auch schon seit dem : )
ich hab zeitweise wirklich sehr unter meinen zwängen glitten, aber mein leben war immer lebenswert. auch in der schlimmsten zeit, in der ich jeden tag nur geheult hab, war immer irgendetwas, das alles wert war. ich glaube das hat sehr viel mit einstellung zu tun.
ich finde nicht, dass jemand mit "nur zwangsgedanken" glücklich sein sollte. leid ist etwas relatives und jeder der leidet, leidet, egal ob sein leid objektiv schlimmer ist oder nicht. genau das ist es ja. sowas kann und darf man nich objektiv betrachten. gerade zwänge (alle von ihnen) sind etwas so irrationales. wie alle gefühle eben. ich finde halt über sowas kann man nicht so urteilen. natürlich is es blöd wenns einem schlecht geht und dann jammert einer über einen anghautn zeh, aber vielleicht sind das für den die schlimmsten schmerzen, dies gibt.
um eine allgemeine wissenslücke aufzufüllen: schokolade "erzeugt" kein glückshormon. sie beschleunigt nur den übergang über die blut-hirn-schranke und auch nur, wenn zu wenig vorhanden ist.
lg co
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23.01.2010 02:35 |
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Hermit
Routinier
 
01.11.2009
312
Level: 25 [?]
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Nächster Level: 100.000
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Hi,
ich kann deiner Aussage bezüglich des persönlichen Leids nur zustimmen. Leid und Schmerz sind immer subjektiv, von außen kann man natürlich sagen 'das oder das' finde ich (persönlich) nicht so schlimm, aber das kann man nur sagen, weil man eben nicht selbst in der Situation ist. Genau so könnte man zu uns Industriestaatlern sagen, dass wir alle im Grunde keinen Grund hätten, dass es uns so schlecht geht und wir so verzweifelt sind, schließlich müssen wir nicht ums bloße Überleben kämpfen wie Menschen in anderen Teilen der Welt.
In Therapiegruppen entsteht leider auch oft so eine Dynamik der 'Leidenshierarchie', wo dann dem einen mehr persönliches Leid 'zugestanden wird' als dem anderen, aber gerade das sollte nicht sein, zu vergleichen, in der Schwere des Erlebten für die betroffene Person.
Laut einer Mitarbeiterin meiner Krankenkasse besteht der Großteil der heutigen Leistungen, die die Kasse bezahlen muss, in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Ich denke nicht, dass die Hauptursache von psychischen Erkrankungen Umweltgifte sind, eher würde ich da an Arzneimittelnebenwirkungen und Impfschäden denken, kombiniert mit den Lebensumständen und Erfahrungen. Psychische Erkrankungen auf rein biologischer Ebene zu betrachten, halte ich für zu simpel, außerdem gibt es diverse Studien, die sich mit den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhängen befasst haben und den Wechselwirkungen zu psychischen Erkrankungen.
Die Menschen in den Industriestaaten heute haben eine wesentlich höhere Lebenserwartung als die Generationen vor uns, auf Grund des medizinischen Fortschritts, aber auch der Lebensweise bzw Technisierung, gleichzeitig hat sich unsere Umwelt in den letzten 50 Jahren drastisch verändert, man bedenke: damals gab es weder Internet, noch Handys, noch Farbfernseher, etc., parallel dazu haben sich jedoch auch viele soziale Faktoren verändert, die sich negativ auswirken können und die Unsicherheit erzeugen, was sich dann in psychischen Erkrankungen niederschlagen kann. Ein Aspekt, der hierbei sicherlich eine große Rolle spielt, ist zB Mobbing, sei es nun in der Schule, am Arbeitsplatz, am Wohnort .... oder auch der allgemeine moralische Verfall, ebenso wie der Werteverfall. Der Mensch als solcher, der Wert eines Menschen, tritt zurück hinter der Leistung, die er erbringt oder eben nicht, gleichzeitig gibt es immer weniger Sicherheiten und Garantien, dass das Leben 'geregelt' oder planmäßig verläuft.
Ein Beispiel:
Zur Zeit, als meine Mutter ihr Studium abgeschlossen hat, war es nahezu undenkbar, dass jemand mit abgeschlossenem Studium arbeitslos ist, wird oder bleibt. Ich kenne jedoch etliche meiner Generation mit abgeschlossenem Studium, die arbeitslos blieben oder immer wieder arbeitslos werden oder Kurzarbeit machen müssen, teilweise auch Geringlohnjobs für die sie total überqualifiziert sind und die mit ihrem eigentlichen Beruf nichts zu tun haben. Gleichzeitig kenne ich auch andere meiner Generation, die eine Ausbildung abgeschlossen hatten, ihr Leben im Griff hatten und dann arbeitslos wurden, 'weil sie ja noch jung sind und sich eine neue Stelle suchen können', dann nach 2-3 Umschulungen letzendlich Hartz IV wurden und in gewisser Weise aufgegeben haben. Wenn Menschen dann nicht durch Familie/Partnerschaft/Freunde aufgefangen werden, ist es auch nur ein Schritt in Depressionen und Ängste.
In einem autoritären System sind die Regeln fester und auch das Bestehen auf deren Einhaltung, ich glaube jedoch nicht, dass es dort keine psychisch Kranken gab, viel wahrscheinlicher ist, dass sie einfach 'weggesperrt' wurden, weil sie anders waren, nicht systemkonform und die persönlichen Grundrechte nicht geachtet wurden, hinzu kommt noch der Aspekt der Zensur, was die Berichterstattung betrifft.
Nachfolgend einige Textauszüge:
Auszug: [...]Das Foto mit dem Schmetterling symbolisiert: Freiheit. Den DDR-Bürgern, ob krank oder gesund, wurde sie verwehrt. Es gab sogar Wegsperrlisten für psychisch Kranke:[...]
http://ddr-psychiatrie-mfs.blogspot.com/
Auszug:
[...]Die Psychiatrie in der DDR war mit zwei besonders schwerwiegenden Problemen konfrontiert. Die DDR hatte eine der höchsten Selbstmordraten der Welt. Ende der 1980er Jahre lag die DDR an dritter Stelle, bei der Männern hinter Ungarn und Finnland, bei den Frauen hinter Ungarn und Dänemark. Und auch der Alkoholmißbrauch wuchs. Sowohl die Suizid- als auch Alkoholproblematik wurde in der DDR-Gesellschaft lange tabuisiert.[...]
[...]Zu häufigen Rechtsverletzungen kam es durch polizeirechtliche Psychiatrieeinweisungen. Bei Parteitagen und anderen Höhepunkten wurden potentielle Störer wie psychisch Kranke und Alkoholabhängige in Krankenhäuser verbracht. „Es gab in der DDR ordnungspolitische Zwangsmaßnahmen gegenüber psychisch kranken Menschen, zu denen insbesondere Freiheitsbeschränkungen anläßlich sogenannter politischer Höhepunkte gehörten, die ohne gesetzliche Grundlage oder unter Verletzung des Einweisungsgesetzes vorkamen. Die Psychiatrie konnte im Regelfall nicht als staatssicherheitsdienstliches Instrument zur Verfolgung politisch Andersdenkender mißbraucht werden...Es wurde kein Fall gefunden, in dem eine psychisch nicht kranke Person auf Betreiben von Sicherheitskräften in eine psychiatrische Einrichtung der DDR gebracht und dort längere Zeit zwangsweise festgehalten sowie mit Psychopharmaka oder anderen Mitteln behandelt worden wäre." (Süß, S.580ff.)[...]
[...]Besonders in geschlossenen Langzeitbereichen, wie in Waldheim, machten Patienten Erfahrungen mit Zwang und Gewalt. Sie wurden dort überwiegend nur verwahrt. Frank Leupolt, der zunächst in Dösen, später in Waldheim interniert war, berichtete im Buch „Psychiatrie in der DDR" von massiven Gewalterfahrungen in der Verwahrpsychiatrie. Die Zustände in den Langzeit- und geschlossenen Akutbereichen waren katastrophal. Die Fenster vergittert, die Türen geschlossen, die Gebäude sanierungsbedürftig, große Schlafsäle mit bis über 30 Betten, Wachsäle, in denen Patienten eingeschlossen wurden. Die meisten Stationen waren überbelegt. In den geschlossenen Langzeitbereichen gab es ein Sammelsurium von Psychosen, geistiger Behinderung, Epilepsie. Aber auch Patienten, die fehlplaziert waren. Es herrschte ein rauher Ton und Willkür.[...]
http://www.freiheitpur.i-networx.de/untersch.html
Auszug:
[...]Eine internationale Studie der WHO (International Study of Schizophrenia/ISoS) stellte fest, dass psychisch Kranke in Entwicklungsländern eine größere Chance haben, zu recovern als in den Industrieländern. Das Überrascht auch, weil in den Entwicklungsländern deutlich weniger Medikamente gegeben werden. Man kennt die Ursache nicht, aber man nimmt an, dass die psychisch Kranken in den Entwicklungsländern mehr in die Familie und die Gemeinde integriert sind. Immer mehr psychisch Kranke stellen fest, dass sie recovern können obwohl sie eine schlechte Prognose vom Psychiater bekommen haben. 20% der psychisch Kranken genesen nach einer Episode der Krankheit. 35% haben mehrere Episoden, leben aber ohne Symptome in der Zwischenzeit. Der Rest hat Restsymptome, kann aber auch mit ihnen leben lernen. Wer recovert kann auch Medikamente nehmen und Rückfälle haben. Wichtig ist, dass man eine hohe Lebensqualität auch als chronisch Kranker erreichen kann. Man stützt sich mehr auf die Resourcen und Stärken der psychisch Kranke, statt von ihren Defiziten auszugehen. Hoffnung ist die Grundlage von Recovery. Auch Beziehungen zu anderen Menschen sollen gestärkt werden.[...]
http://lunaticpride-blog.de/page/3/
Grüße, Hermit.
__________________ Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.
Lesen -> Denken -> Schreiben
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23.01.2010 05:06 |
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co
Foren As
   
07.01.2010
96
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also zu dem mit der ddr kann ich nur sagen: nur weil man was nicht sieht, heißt es nicht, dass es nicht da is. zwangskrange gabs glaub ich schon immer. früher bist du nur eingesperrt worden wennst irgendeinen schaden gehabt hast.
ich glaub schon auch, dass die heutige industrie und die heutigen umweltgifte viel schaden verursachen, aber an allem sind sie auch nicht schuld. bei psychischen krankheiten spielt so viel eine rolle. angefangen vom sozialen umfeld, bis zu botenstoffen. da ich mich da ein bisschen auskenn, weiß ich auch wie empfindlich das alles ist. das stimmt schon. aber genetische defekte gabs schon immer. ein winziges chromosom braucht nur ein bisschen geknickt werden und alles ist kaputt. mutationen gabs auch schon immer. aus ihnen sind wir entstanden, auch wenn das ziemlich verrückt klingt.
| Zitat: |
Serotonin selbst passiert nicht die Blut-Hirn-Schranke. Ein Mangel an Serotonin kann durch stark verminderte Verfügbarkeit von L-Tryptophan in der Gehirnflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) entstehen.
Um eine Unterversorgung des Gehirns mit L-Tryptophan zu vermeiden, wird gelegentlich die Rolle von Süßigkeiten ins Gespräch gebracht. Dem liegt der Zusammenhang zugrunde, dass durch die Aufnahme von Zucker das Hormon Insulin ins Blut ausgeschüttet wird. Es bewirkt nicht nur die Aufnahme des Zuckers in Muskulatur und Leber, sondern ermöglicht auch den Übertritt von Tryptophan an der Blut-Hirn-Schranke. Jedoch führen alle Kohlenhydrate zu einer Insulinausschüttung, da sie alle zu Zucker verdaut werden, so dass längerkettigere Kohlenhydrate (wie z. B. (Vollkorn)getreide) die gleiche Wirkung ohne die schädlichen Nebenwirkungen von (kurzkettigem) Zucker haben.
Bei normaler Verfügbarkeit von Tryptophan steuert das Gehirn die Synthese von Serotonin, entsprechend der Aktivität der Raphe-Neuronen, selbst. Deshalb führt ein (z. B. durch Süßigkeiten) erhöhter Tryptophan-Spiegel im Gehirn keineswegs automatisch zu mehr Serotonin. |
Quelle
also brot tuts auch : )
ich hoff ich werd nicht falsch verstanden. ich versteh und teile deine meinung. ich bin halt einfach nur biologin und ein bisschen fanatisch.
lg co
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23.01.2010 07:08 |
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Anna32
Foren As
   
24.06.2007
79
Herkunft: Berlin
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Hallo Zwängelmaus,
manchmal hilft es genau diesem Kloß Beachtung zu schenken und bei dir zu bleiben. Und du wirst dir dann die Zeit nehmen, wenn du dir auch nicht mehr ausweichen willst. Vielleicht hilft es gerade trotzdem, wenn du dir am nächsten bist, diesen gefühlen Beachtung zu geben, auch wenn du glaubst, du kannst jetzt nicht, weil du dich schlecht fühlst. Denn wenn ess einem besser geht, will man sich oft weniger damit konfrontieren, weil man schon ahnt, was passieren könnte.
Aber ich kann dich nachfühlen und du wirst dann weitergehen, wenn du glaubst, dass du es kannst und mehr willst oder eben auch versuchen durchzuhalten, auf Kosten der der Seele und des Körpers.
........
Es ist erstaunlich, welche Aussagen mitschwirren, aber viele denken so und auch das ist nachvollziehbar. Jede zieht sich die Erklärung heraus, mit der er am besten umgehen kann bzw. sich selbst besser aushalten, nur wird trotzdem der Zusammenhang nicht gefühlt und selbst das Verzeihen/Vergeben wird hier wieder gut geheißen:
"Sie sagte, daß es nicht darum ginge, den anderen 'freizusprechen' für das, was gewesen ist oder sich die Sachen weiterhin gefallen zu lassen, sondern darum, zu akzeptieren wie es ist, indem man vergibt und auch keine Wiedergutmachung oder Entschuldigung mehr erwartet und sich dadurch auch selbst vergibt (dass man damals eben zu schwach war, um sich zu wehren oder anders zu verhalten) und dadurch dann die eigenen inneren Blockaden auflösen kann. Vergeben hat immer auch mit Loslassen zu tun und solange einem das nicht gelingt, beeinflussen und verfolgen einen die vergangenen Dinge und man lebt nicht wirklich in der Gegenwart, wenn man noch in den Gefühlen und Gedanken der Vergangenheit feststeckt."
Leider entsteht damit wieder Verwirrung, zu vergeben, auch sich selbst zu vergeben, dass man schwach ist, damit sollen sich dann Blockaden auflösen. Das hat nichts mit Loslassen zu tun. In dem Moment, in dem dir das Vergeben vorgegeben wird, wird es dir auch verwehrt, die berechtigte Wut über die eigene Kindheit zuzulassen, die innere Hilflosigkeit und Vergeben schürt viel mehr noch innere Blockaden, als dass sie sie löst.
Gefühle lassen sich nicht manipulieren. Außerdem wehrt sich der Körper durch das Ignorieren der eigentlichen Realität und das auf seine Weise, und er will, dass man eben hinsieht. Wenn man klar hinsehen möchte, hat man nicht das Bedürfnis, zu vergeben, weil es eben gegen die eigene Seele spricht, weil man aufdecken kann, was wirklich geschehen ist und auch fühlen. Und man kann die Eltern dann auch stehen lassen. Das Vergeben macht man nur für die Eltern, damit diese sich nicht so schlecht fühlen und man glaubt dann,sich auch nicht mehr so schlecht fühlen zu müssen, somit wird auch nicht offensichtlich, was wirklich ist. Es ist ein Irrglaube, dass es befreiend für einen selbst ist, wenn man seinen Eltern vergibt. Zudem verschont man seine Eltern. Man verschönt, man bagatellisiert seine eigene Kindheit und man nimmt seine Gefühle nicht ernst und wahr und auch tragisch ist, wenn gesagt wird, dass man sich selbst vergeben soll, weil man als Kind zu schwach war, sich zu wehren. Erkennst du nicht die Tragik dieser Worte?
Anna
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23.01.2010 08:27 |
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Hermit
Routinier
 
01.11.2009
312
Level: 25 [?]
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Nächster Level: 100.000
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| Zitat: |
Original von Anna32
Man verschönt, man bagatellisiert seine eigene Kindheit und man nimmt seine Gefühle nicht ernst und wahr und auch tragisch ist, wenn gesagt wird, dass man sich selbst vergeben soll, weil man als Kind zu schwach war, sich zu wehren. Erkennst du nicht die Tragik dieser Worte? |
Zuerst einmal möchte ich anmerken, daß ich zum Thema Kindheit nicht nur die Eltern meinte, sondern auch Erlebnisse mit zB Lehrern oder Mitschülern.
Für mich ist der Gegenpart zum Vergeben der Haß. Ob ich den Menschen nun vergebe oder nicht, ist denen doch egal, es berührt sie nicht und es betrifft sie auch nicht, denn dafür müßten sie eine gewisse Einsicht darin bekommen haben, was sie getan haben. Wer von sich selbst so überzeugt ist, wird sich davon nicht beeinflussen lassen, ob man ihm verzeiht oder nicht.
Man kann also seinen eigenen Erinnerungen und Haß-Gefühlen endlos ausgeliefert sein, ohne das es die anderen tangiert. Man schadet nur sich selbst, weil es einen zerfrißt und keinen Raum mehr läßt für andere Empfindungen.
Eine Frage ist auch noch, über welches Alter wir hier schreiben, ich dachte an die Erlebnisse bis ~ 12/13/14, wenn es nur um Erlebnisse bis vielleicht 7 oder so geht, ist es etwas anders, allerdings finde ich, daß es insgesamt prägend ist, auch noch die Jahre als Heranwachsender und da gibt es auch Situationen, in denen man ausgeliefert ist, es sehr genau bewußt weiß, sich aber trotzdem nicht wehren kann und sich dadurch dann auch selbst 'böse' ist.
Grüße, Hermit.
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23.01.2010 22:01 |
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co
Foren As
   
07.01.2010
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| Zitat: |
Original von Anna32
Hallo Zwängelmaus,
Das Vergeben macht man nur für die Eltern, damit diese sich nicht so schlecht fühlen und man glaubt dann,sich auch nicht mehr so schlecht fühlen zu müssen, somit wird auch nicht offensichtlich, was wirklich ist. Es ist ein Irrglaube, dass es befreiend für einen selbst ist, wenn man seinen Eltern vergibt. Zudem verschont man seine Eltern.
Anna |
also ich sehe das nicht so. ich würde meiner mutter gerne vergeben, sehr gerne, aber nicht im geringsten, damit sie sich besser fühlt. ich weiß, dass sie es sich sehr wünscht, aber das ist für mich kein grund. ich würde ihr gerne vergeben, damit ich mich besser fühle. damit ich sie wieder lieb haben könnte, weil sie ja meine mutter ist. vergeben heißt für mich, dass es mehr dinge gibt, die es wert sind, als solche, die es nicht sind. es ist wie das gute, alte beispiel mit der waage. irgendwann kippt sie und es braucht einfach zu viel, um den rest wieder aufzuheben. es gibt bei mir dinge, die kann ich vergessen, tollerieren, akzeptieren, aber nicht vergeben. auch, wenn das alles hier ziemlich egoistisch klingt. ich kann jemandem nicht vergeben, weil er es möchte. ich kann zwar sagen, dass ichs tue, ich kanns mir selbst einreden, aber wenn ich dem jemand dann in die augen schaue, dann weiß ich, dass es nicht so ist.
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23.01.2010 22:34 |
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the_saint 
Foren As
   

10.12.2009
81
Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten Status: Betroffene/r Medikament / Dosis: Fluoxetin 40mg tägl. Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie Herkunft: Stadt Brandenburg (Land-Brandenburg ) Interessen: PC, Internet, Schiller-Musik Beruf: Buchhalter, Informatiker
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Nächster Level: 22.851
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Viele junge Leute urteilen überheblich über ihre Eltern, ist Modetrend, viele Eltern gaben sich echt Mühe und werden trotzdem von ihren undankbaren Kindern kritisiert.
| Zitat: |
Original von Hermit
In Therapiegruppen entsteht leider auch oft so eine Dynamik der 'Leidenshierarchie', wo dann dem einen mehr persönliches Leid 'zugestanden wird' als dem anderen, aber gerade das sollte nicht sein, zu vergleichen, in der Schwere des Erlebten für die betroffene Person. ...
...Wenn Menschen dann nicht durch Familie/Partnerschaft/Freunde aufgefangen werden, ist es auch nur ein Schritt in Depressionen und Ängste.
In einem autoritären System sind die Regeln fester und auch das Bestehen auf deren Einhaltung, ich glaube jedoch nicht, dass es dort keine psychisch Kranken gab, viel wahrscheinlicher ist, dass sie einfach 'weggesperrt' wurden, weil sie anders waren, nicht systemkonform und die persönlichen Grundrechte nicht geachtet wurden, hinzu kommt noch der Aspekt der Zensur, was die Berichterstattung betrifft. ... |
Zwanghafte Persönlichkeit ohne Zwangshandlungen kann auch schlimm sein. Leidenshierachie kenne ich nicht. Aber Flugzeug/Fahrstuhl-Angst-Leute gehören nicht in die Angst-Therapie-Gruppe (Reha-Wandlitz), die von Krankenkasse/Rentenversicherung bezahlt wird.
Als Single hat man weniger Psycho-Probleme als mit bösen Partner! Single-Leben ist oft schön, wenn man gesund ist und Arbeit hat.
Die DDR-Bürger waren nicht von zensierter Berichterstattung abhängig, in den Betriebskollektiven und Bekanntenkreisen funktionierte der "Buschfunk" sehr gut, Stasi-Leute wurden oft erkannt und privat-ausgegrenzt. Leute, glaubt nicht die DDR-Schauermärchen. Die Ossis hatten Westfernsehen und West-Jeans. Es gab keine Arbeitslosigkeit, es gab Intershop, Exquisit und Schwarzmarkt. Eine DDR-Mietwohnung kostete durchschnittlich 40 DDR-Mark, 750 DDR-Mark war der Durchschnittslohn. Und einige DDR-Staatsgegner hatten wirklich "ne Macke".
Der Kapitalismus ist menschenfeindlicher und viele Ossis wünschen sich die DDR zurück!
Der Kapitalismus hat mich psychisch krank gemacht!
P.S.:
Elektroschock-Therapie ist keine DDR-Erfindung, Elektroschocktherapie gibt's immer noch und ist sehr wirkungsvoll gegen Depression, eine Mitpatientin war davon begeistert nach ihrer Heilung.
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26.01.2010 00:54 |
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Hermit
Routinier
 
01.11.2009
312
Level: 25 [?]
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Nächster Level: 100.000
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| Zitat: |
Original von the_saint
Psychische Ursachen akzeptiere für zwanghafter Persönlichkeit, für Zwangskrankheit sind nach meiner Theorie Umweltgifte und Schadstoffe verantwortlich. In der DDR gab es noch keine Zwangskranken - die aufgeblasene kapitalistische Super-Turbo-Chemie-Industrie ist vermutlich schuld. |
Als ob sich Umweltgifte an Staatsgrenzen halten würden.
| Zitat: |
Original von the_saint
Kapitalismus ist menschenfeindlicher und viele Ossis wünschen sich die DDR zurück! |
Nach dem Zusammenbruch diktatorisch/kommunistischer Staaten, wird es immer ehemalige Nutznießer und Bonzen geben, die sich nach der Zeit ihrer verlorenen Privilegien sehnen.
Grüße, Hermit.
__________________ Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.
Lesen -> Denken -> Schreiben
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06.02.2010 14:43 |
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the_saint 
Foren As
   

10.12.2009
81
Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten Status: Betroffene/r Medikament / Dosis: Fluoxetin 40mg tägl. Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie Herkunft: Stadt Brandenburg (Land-Brandenburg ) Interessen: PC, Internet, Schiller-Musik Beruf: Buchhalter, Informatiker
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| Zitat: |
Original von Hermit
... Als ob sich Umweltgifte an Staatsgrenzen halten würden.
... Nach dem Zusammenbruch diktatorisch/kommunistischer Staaten, wird es immer ehemalige Nutznießer und Bonzen geben, die sich nach der Zeit ihrer verlorenen Privilegien sehnen. |
An Staatsgrenzen halten sich keine Umweltgifte, aber Kosmetik-Schadstoffe und Lebensmittel-Schadstoffe. Und psychischen Stress auf Arbeit gab es früher nicht. In den DDR-Verkaufsstellen wurde viel Lebensmittel-Verderb weggeworfen weil die DDR-Lebensmittel i.d.R. nicht chemisch-konserviert waren. Beispielsweise war die Milch wirklich frisch und am nächsten Tag sauer. Es gab echtes Brot ohne Backtriebmittel. Schade, dass ich nun zu arm bin für den Bioladen.
Komisch, dass die Bonzen nicht arm geworden sind - aber viele DDR-Facharbeiter. Ach ja - das Recht auf Arbeit ist ja ein Privileg.
Es hat bisher nie einen kommunistischen Staat gegeben, Sozialismus war die Zwischenlösung, Kommunismus war das unerreichte Ziel. "Hermit" sollte endlich Ihren Verstand wieder-einschalten und nicht mit solchen Phrasen wie "diktatorisch/kommunistische Staaten" herumwerfen, die Sie irgendwann in der Bild-Zeitung aufgeschnappt hat.
@zwängelmaus
Meine Kindheit war auch nicht-wirklich toll, bin bei den Großeltern aufgewachsen und hatte seit Beginn der Zwangkrankheit ähnliche Eltern-Psycho-Bedenken. Im Sommer war ich zur Reha und konnte in vielen Psychoeinzeltherapie-Sitzungen klären, dass man solche Ursachen nach 25 guten Lebensjahren ausschliessen kann. Und es leben noch Menschen, die haben sogar den 2.Weltkrieg psychisch-gesund überstanden!
Schau doch lieber mal nach in der neuen Welt-der-Wunder Ausgabe 2/10
http://www.zwangserkrankungen.de/thread....eadid=4425&sid=
| Zitat: |
Original von Hermit
In der aktuellen Welt der Wunder Ausgabe (2/10) ist ein Bericht mit kurzer Vorstellung der verschiedenen Zwangssymptome sowie möglicher Ursachen. Einige davon habe ich in diesem Zusammenhang zwar vermutet, so aber noch nirgends in Berichten erwähnt gefunden. ... |
__________________ Verschwenden wir unsere Leben nicht in einem unwürdigen, nichtigen und kleinlichen Dasein, welches uns das heutige System bietet, in dem jeder nur auf sich selbst fixiert ist.
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09.02.2010 05:27 |
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Hope 
ADMIN
    
21.02.2006
1.129
Zwangssymptome: Gedankenzwänge, etwas Waschzwang Status: Betroffene/r Aktueller Therapie-Status: Warte auf Zusage für Therapieplatz Herkunft: Bremen Interessen: Meine Tiere,Reiten,Kutsche
fahren ,Fotografie
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the_saint
ich möchtre Dich bitten auf Deinen Ton zu achten und nicht andere User hier zu beleidigen.
Danke
Gruß
Hope
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09.02.2010 10:16 |
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zwängelmaus 
Mitglied
 
21.11.2009
38
Zwangssymptome: Kontrollzwang und Zwangsgedanken Status: Betroffene/r Medikament / Dosis: Trevilor 225 mg Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie Herkunft: Norddeutschland Interessen: mein Hund, Hundesport, lesen Beruf: Sekretärin
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Hi...
melde mich auch mal wieder bezüglich meines Beitrages!
Ich merke, dass mich dieses Thema immer wieder einholt...fast jeden Tag
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Wie kann ich dieses Thema bearbeiten und irgendwann einmal Ruhe finden?
@Anna32:
"Die Auseinandersetzung mit dir muss nicht unbedingt über ein Gespräch mit den Eltern erfolgen, denn sie werden dir nicht die Antworten geben oder ihre Verantwortung und damit auch Schuld für das, was du als Kind und wie du es erlebt hast, eingestehen".
Wie kann die Auseinandersetzung erfolgen..wenn nicht über ein direktes Gespräch mit meinen Eltern?
Liebe Grüße an Euch alle
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06.02.2010 16:01 |
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Anna32
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24.06.2007
79
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Hallo Zwängelmaus,
das Thema wird dich verständlicherweise einholen, solange du dich dem auch nicht stellen kannst, mehr noch willst.
Die Auseinandersetzung erfolgt nicht unbedingt über die Eltern, das würde vorausetzen, dass sie sich dessen bewusst sind, wie sie dich als Kind behandelt haben, was emotional bei dir passiert ist. Sie müssten sich ganz und gar deinen Bedürfnissen und deinen Wahrnehmungen stellen, damit wirklich eine Auseinandersetzung stattfinden würde. Sie müssten im Grunde zugeben, welche Verantwortung sie für deine Gefühle haben und zugeben, welche Konsequenzen sie auch damit provoziert haben. Das setzt wiederum vorraus, dass sich deine Eltern auch sich selbst stellen müssten und das machen die wenigsten, fast keiner. Denn die Wahrheit darüber, dass sie als Eltern eine Verantwortung hatten und auch für das, was sie ihren Kindern angetan haben, Verantwortung übernehmen müssten bedeutet eine ganz klare Gegenüberstellung, ein Offenlegen. Sie haben bislang keine Verantowrtung übernommen, noch werden sie es dann tun. Die meisten reagieren mit Abwehr, erneuter Demütigung, Vorwürfen, dass die Kinder/heutigen Erwachsenen eine falsche Wahrnehmung hätten etc.
Es ist selten ein wirkliches offenes Gespräch mit den Eltern zu erreichen, und so oft versuchen es die Kinder, immer wieder, Antworten zu finden, letztendlich passen sich die meisten wiederum an, um ja nicht die jetzt alten Eltern zu belasten vor der offensichtlichen Wahrheit, die sie angeblich jetzt nicht aushalten könnten, aber die Kinder, die konnten schon oft als Kleinkind die Belastungen, Trennungen, Isolationen und Demütigungen aushalten, dem Kind wurde es zugemutet. Das Kind hatte keinen Schutz erfahren, keine echte aufrichtige Bindung, kein Vertrauen, keine Zuwendung, nur wenn es die Bedürfnisse der Eltern erfüllte bzw. sich anpassen musste, um den Hauch von Zuwendung zu erfahren. So ein Kind hat keine Möglichkeiten, auszuweichen, es wird viel mehr verwirrt, noch mehr dafür verantwortlich gemacht und vor allem schuldig, wenn es seine Bedürfnisse geäußert hat, denn darauf reagierten viele Eltern mit erneuten Drohungen, Reglements, denn die Bedürfnisse ihrer eigenen Kinder waren für viele Eltern einfach bedrohlich, anstrengend... gerne werden Kinder als Tyrannen hingestellt, da schaudert es mich nur noch.
Die Auseinandersetzung fängt bei dir an, mit deinem Inneren, mit deinen Gefühlen vor allem mit den Gefühlen, die du als Kind erlebt hast und verdrängen musstest, mit deinen Wahrnehmungen als Kind, die genauso nicht ernst genommen, mehr noch als falsch und unwichtig betrachtet wurden. Die Auseinandersetzung mit dir, dir zuzuhören, auf deine körperlichen Symptome, auf deine seelischen Symptome, um den Weg zu dir zu finden, um Zusammenhänge zu erkennen, um deinen Gefühlen und Wahrnehmungen die Beachtung zu geben, die sie benötigen und du hast ein Recht darauf, auf deine Bedürfnisse zu achten. Jetzt als Erwachsene musst du nicht mehr aushalten, du darfst dich für dich entscheiden, du musst deine Eltern nicht vor der Wahrheit bewahren, du musst sie nicht beschützen. Wenn du bei dir sein kannst, wirst du irgendwann auch fühlen, ob es dir wichtig ist deine Eltern zu schützen oder dich von ihnen zu verabschieden, ob nun real oder emotional. Wichtig ist, was jetzt wichtig für dich ist, nicht für sie, auch dann fällt es dir einfacher, deinen Gefühlen wie Wut und Trauer eine Berechtigung zu geben. Du kannst dann Verantwortung für dich übernehmen und es bedeutet Mut, zu sich zu gehen, weil man das noch nie gemacht hat und das ist auch in Ordnung.
Darum braucht man manchmal jemanden, der einen begleitet und es ist ein Prozess, aber heute hast du die Wahl.
Du wirst immer wieder damit konfrontiert werden, solange wie es braucht, dass du dich mit dir selbst auseinandersetzt, aber es ist eben so, auch das anzunehmen, es ist eben wie es.
Liebe Grüße
Anna
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09.02.2010 16:44 |
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