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Topas

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1

Dienstag, 8. Juli 2014, 16:46

Suche nach Klinik für Waschzwänge?

Hallo liebe Zwängler,

ich bin derzeit dringend auf der Suche nach einer Klinik zur Behandlung meiner mittlerweile extremen Waschzwänge, die durch massive Kranheitsängste ausglöst werden. Es besteht dringender Handlungsbedarf, da ich kaum noch Lebensqualität habe.
Kurz angeschaut habe ich mir die Alexianer Klinik sowie die Christoph Dornier Klinik in Münster. Bei der Alexianer Klinik bin ich mir auch nach einem Arztgespräch sehr unsicher, ob dort genug Erfahrung mit einer Zwangstherapie besteht.
Die Christop Dornier Klinik macht trotz der hohen Kosten, was die Betreuungsintensität u. auch das Ambiente angeht, einen guten Eindruck. Mein Bauchgefühl grummelt jedoch etwas u. auch auf Klinikbewertungen steht aktuell nichts Gutes.

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit einer der beiden Kliniken?

Wie sieht es mit den Schön Kliniken oder der Klinik in Windach aus? Hat jemand dort aktuell gute Erfahrungen gemacht?

Danke schonmal im voraus.

LG
Topas

motte

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2

Mittwoch, 9. Juli 2014, 00:23

Ich war sehr zufrieden in Bad Bramstedt!
War 2004, 2012 und 2013 dort.

Topas

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3

Mittwoch, 9. Juli 2014, 10:22

Hallo motte,

danke dir für die Antwort. Warst du in einem Dreibett-Zimmer untergebracht u. gibt es auch Ein-Bett-Zimmer?

Wir war die Betreuungsintensität pro Woche (Gruppen-/Einzeltheraphie)?

Und vor allem, hat es dir etwas gebracht. Sind deine Zwänge besser geworden?

LG
Topas

motte

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4

Mittwoch, 9. Juli 2014, 20:05

Die Zwängler haben dort alle ein Einzelzimmer!

Mir hat es sehr geholfen.

2004 erster Aufenthalt, Rückfall 2011. Dann 2012 wieder dort gewesen, 2013 zum "Aufbau" -und 2013 war der erfolgreichste Aufenthalt von allen drei. Weil ich ja wusste, wie die Therapie ist, und hatte mich auch schon vorher zu Hause vorbereitet (Hierarchie usw.)
Derzeit geht es mir sehr gut im Alltag!

Zu der Therapie: 4x die Woche Gruppe (2x mit Therapeut, 2x Selbsthilfe), dazu 1x Einzel.

Aber als ich ging, haben die 2013 das Konzept gerade umgestellt, so dass immer eine Gruppe zeitgleich läuft: 2 Wochen Vorbereitung, 4 Wochen Expo, 2 Wochen Rückfallprophylaxe und weitere Expos. Expos dann zusammen mit Therapeut, alleine, in Gruppen (z.B. alle Waschzwängler gehen zusammen ins Schwimmbad oder so).

Topas

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Samstag, 12. Juli 2014, 14:23

Es wundert mich ein wenig im positiven, dass Zwängler dort ein Einzelzimmer bekommen. Dreibettzimmer wäre für mich keine Option.
Was meinst du mit "im Alltag vorbereitet (Hierarchie usw.)?

Die Betreuungsintervalle finde ich OK, bis auf nur einmal die Wochen Einzelgespr.. Das erscheint mir zu wenig.

Aber entscheidend ist ja, dass es dir geholfen hat. Ich will auch unbedingt eine effiziente Therapie (d.h. u.a. dass ich selbst bereit bin meine Kräfte voll zu investieren).
Deshalb ist schon ein bisschen Druck bei mir vorhanden, eine gute Klinik zu finden.

Das Lesen der Bewertungen auf "klinikbewertungen.de" verunsichert offen gesagt etwas. Auch wenn das natürlich total subjektive Meinungen sind.

LG
Topas

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Montag, 14. Juli 2014, 15:29

Ich war in Windach am Ammersee 2006...
Die sind spezialisiert auf Zwangserkrankungen und arbeiten mit "Flooding"

motte

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Dienstag, 15. Juli 2014, 22:14

Es wundert mich ein wenig im positiven, dass Zwängler dort ein Einzelzimmer bekommen. Dreibettzimmer wäre für mich keine Option.
Was meinst du mit "im Alltag vorbereitet (Hierarchie usw.)?

Die Betreuungsintervalle finde ich OK, bis auf nur einmal die Wochen Einzelgespr.. Das erscheint mir zu wenig.

Aber entscheidend ist ja, dass es dir geholfen hat. Ich will auch unbedingt eine effiziente Therapie (d.h. u.a. dass ich selbst bereit bin meine Kräfte voll zu investieren).
Deshalb ist schon ein bisschen Druck bei mir vorhanden, eine gute Klinik zu finden.

Das Lesen der Bewertungen auf "klinikbewertungen.de" verunsichert offen gesagt etwas. Auch wenn das natürlich total subjektive Meinungen sind.

LG
Topas
Ich wusste ja schon vorher, was ich schaffen will in der Klinik, und habe entsprechend meine Ziele und die Zwangshierarchie zu Hause aufgeschrieben (mit der ambulanten Therapeutin zusammen).

Zu den Klinikbewertungen: Viele verwechseln eine Klinik mit einem Hotel. Es ist immer noch eine Klinik, und es gibt dort kein Zaubermittel zum gesund werden. Die Therapeuten geben eine Hilfestellung, aber den Weg muss man alleine gehen. "Der Weg aus dem Zwang führt durch den Zwang" sagte dort eine Therapeutin so schön passend.

Dass viel Wert auf Gruppentherapie gelegt wird, finde ich sehr gut. Es ist auch alles eher wie ein Uhrwerk. Die Therapeuten sprechen sich ja täglich untereinander ab. In der Einzeltherapie kann es dann sein, dass ein Therapeut sagt "Themen X und Y sprechen Sie bitte in der Gruppentherapie an" -so schafft man nämlich einiges in der Zeit -wichtig: man muss es wollen und aktiv mitarbeiten.

Topas

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Montag, 21. Juli 2014, 13:34

Hallo Motte,

meinst du mit Zwangshierarchie die Einordnung deiner Symptome bzw. Zwangshandlungen nach Schweregrad? Das hat meine Therapeutin auch mit mir besprochen.

Du hast natürlich recht, den Weg muss ich auch in einer Klinik weitestgehend alleine gehen. Bei mir ist die Frage offen, ob ich (momentan) die Kraft dazu habe den Weg zu gehen. Denn auf der Haben Seite ist gerade fast nichts mehr da :-(

Aber den Kampf will ich nicht aufgaben. Ich werde jetzt zusehen, dass ich so schnell wie möglich einen Klinikplatz bekomme.

LG u. dir viel Erfolg beim Besiegen deines inneren (Zwangs-)Antreibers.

girasol1991

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9

Montag, 21. Juli 2014, 14:32

Du hast natürlich recht, den Weg muss ich auch in einer Klinik weitestgehend alleine gehen. Bei mir ist die Frage offen, ob ich (momentan) die Kraft dazu habe den Weg zu gehen. Denn auf der Haben Seite ist gerade fast nichts mehr da :-(

Aber den Kampf will ich nicht aufgaben. Ich werde jetzt zusehen, dass ich so schnell wie möglich einen Klinikplatz bekomme.


vor diesem Hintergrund würde ich dir empfehlen erstmal in eine 'normale' Psychiatrie zu gehen um wieder stabiler zu werden, um dann anschließend speziell den Zwang zu bekämpfen. Ich habe recht viele Zwangssymptome, aber viele empfinde ich nicht mehr als so extrem belastend, weil ich die Depressionen reduzieren konnte und inzwischen ertragen kann. Ich war vor nicht ganz vier Jahren teilstationäre, weil ich total am Ende war. Zwangstechnisch habe ich dort auch einiges gelernt, aber ich konnte vor allem wieder etwas Zuversicht und Kraft gewinnen um nachher weiter (in meinem Falle) ambulant weiterzumachen.

Alles Gute!