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tiger27

unregistriert

1

Sonntag, 20. April 2008, 23:57

Zwänge und arbeiten?

Hallo,

ich habe ein Ziel, nämlich in zwei Wochen wieder zu arbeiten. Was haltet ihr davon?
Das Medikament fängt an zu wirken und ich arbeite selber an mir um die Wirkung optimal zu nutzen. Leider habe ich noch kein Therapeut, aber da klemme ich mich die Woche dahinter das ich da endlich einen richtigen finde. Ich muss nächste Woche noch testen ob es mit dem fahren klappt, da hab ich ja auch so meine Probleme. Sollte das nicht klappen wäre es ein dickes Minus, da ich das Auto brauche.

Wie macht ihr es mit arbeiten? Krank geschrieben? Arbeitsunfähig? Arbeitslos durch Zwänge oder Beruf gewechselt? Frührente?


Grüsse

tiger

Jessy78

unregistriert

2

Montag, 21. April 2008, 18:15

RE: Zwänge und arbeiten?

Hi tiger,

also bei mir ist das so, das ich seit letztem Jahr Oktober krank geschrieben bin. Ich mußte zu der Zeit auch meine Umschulung abbrechen, was für mich sehr schlimm war.
Leider habe ich es zu diesem Zeitpunkt kaum noch geschafft, ein Fuß vor die tür zu setzen. Die Angst und die Zwänge waren einfach zu groß.

Ich werde bald eine Therapie anfangen, die 3 mal wöchentlich statt finden wird.
Arbeiten? Hmm... ich würd schon gerne wieder arbeiten gehen, aber ich habe panische Angst davor, das ich wieder zussammenbreche. Momentan fühle ich mich relativ stabil, aber das kann sich ja leider ruckartig wieder ändern.

Du mußt nach deinem Gefühl gehen. Wenn du der Meinung bist, du schaffst es, wieder arbeiten zu gehen, dann solltest du es versuchen. Setze dich aber auf keinen Fall unter Druck, denn sonst kann es passieren, das alles wieder von vorne beginnt.

ich drück dir die Daumen.

Jessy

Jo

Anfänger

  • »Jo« ist männlich

Beiträge: 30

Zwangssymptome: Kontroll-; Gedanken

Medikament / Dosis: keine

Status: Betroffene/r

Wohnort: Hessen

Beruf: Techn. Angestellter

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3

Montag, 21. April 2008, 19:19

RE: Zwänge und arbeiten?

Hallo Tiger27,
ich finde es gut dass du arbeiten willst.
Ich betrachte die Arbeit als sehr hilfreich im Kampf gegen die Zwänge. Man behält Kontakt zur Realität, wird von seinen Zwängen abgelenkt, und hat ein starke Motivation seine Zwänge unter Kontrolle zu halten. Man hat auch etwas, worauf man stolz sein kann, eben dass man "trotzdem" arbeitet. Es gibt sicher Fälle wo es nicht mehr geht, aber wenn es möglich ist, sollte man es auch tun oder zu mindestens probieren.
Viele Grüße Jo
Macht zu haben, bedeutet nicht, Recht zu haben.

tiger27

unregistriert

4

Montag, 21. April 2008, 21:02

Das einzige Problem ist das Kontrolle praktisch mit zum arbeiten bei uns gehört, weil wir Sachen herstellen bzw. verarbeiten die dem höhsten Qualitätsmaßstab in Deutschland angehören.

tiger

Pit-2001

unregistriert

5

Montag, 21. April 2008, 23:45

RE: Zwänge und arbeiten?

Wenn du immer wieder gekündigt kriegst,
wenn du keine Job mehr findest,
wenn du schon älter bist und die Zwänge deine Kräfte schon so aufgezehrt haben,
dass du dauernd auf der Arbeit Schwächeanfälle bekämst
und so, dann erübrigt sich die Frage von selbst, ob arbeiten oder nicht.

Solange das alles nicht der Fall ist und auch nur noch ein Funke Hoffnung da ist, verweis ich auch gern auf das, was Jo geschrieben hat.

Pit

6

Dienstag, 22. April 2008, 06:05

Je eher du es schaffst wieder arbeiten zu gehen, desto besser. So bleibst du im "normalen" Leben und es ist doch gut, sich mal um etwas anderes kümmern zu können als um die Zwänge. Ich weiß selbst, wie stressig Zwänge und dann noch Arbeit dazu ist, aber es war angenehmer als die Wochenenden, wo mich nichts abgelenkt hat und wo ich in den Zwängen mehr oder weniger gefangen war.
Sag uns, wie es läuft!

tiger27

unregistriert

7

Dienstag, 22. April 2008, 21:38

Hallo,

also ich bin heute mal wieder Auto gefahren und es ging einigermaßen. Positiv war das ich kein Verlangen hatte ob irgendwo auch wirklich ein Schild stand, ich aber automatisch die vorgeschriebene Geschwindigkeit gefahren bin. Ok, es war heimischer Boden, aber selbst da hatte ich ja so meine Probleme. Negativ war das ich beim wenden rückwärts über einen dieser Abflussdeckel gefahren bin und der so ein klacken gemacht hat und da wir Zwängler ja alle Spiderman sind ;) habe ich das natürlich vernommen und gedacht ich hätte jemanden oder etwas gestreift. Das Ende vom Lied war das ich nochmal dreimal an der Stelle war und gewendet bin. :-( Positiv war das es nur dreimal war, früher wären es 10x gewesen. Zwar war ich am Ende nicht vollkommen überzeugt, allerdings war der Zwang auch nicht so stark, dass ich innere Unruhe verspürt habe, zumindest nicht übertrieben, also bin ich heim gefahren. Passanten die nachdem ich aus einer Straße raus gefahren bin die Straße überquert haben, oder Passanten die wenn ich an einer Straße warten muss hinter meinem Auto vorbei liefen hatten auf mich nicht die Wirkung so das ich dachte vielleicht habe ich jemanden gestreift. Selbst als ich es gemerkt habe ein paar Meter weiter das es mich kalt gelassen hat habe ich kaum Zwang verspürt nochmals zu gucken.


Trotzdem war es etwas gemischt, bei einigen Situationen habe ich gespürt das da noch etwas ist, es war aber nach der Situation weg, oder verschwand in der Situation. Ich gebe mir selber mal bis nächsten Mittwoch Zeit wie ich mich weiter entwickle, danach entscheide ich mit der Arbeit. Im Moment würde ich gerne, weil mir die Arbeit Spaß macht, ich einen super Job habe, aber zum anderen bin ich noch etwas unsicher.

Vielen Dank für euere netten Worte.

Pit-2001

unregistriert

8

Dienstag, 22. April 2008, 23:50

Für mich klingt das gut, was du beschreibst, so gut, dass man es doch wirklich deswegen nicht aufgeben muss, zu arbeiten. Aber ich kann ja nur das deuten, was ich hier lese.

Pit

tiger27

unregistriert

9

Mittwoch, 23. April 2008, 01:07

Du meinst versuchen zu arbeiten....bisher war ich ja krank geschrieben.

Mein Problem ist das ich noch nicht so stabil bin das ich den Zwang immer auf ein kontrolliertes Maß schrauben kann. Ich habe immer noch Tage wo ich aus welchem Grund auch immer an einer Sache hänge, für eine gute Stunde und nicht von weg komme. Das lässt mich zweifeln ob ich Streß auf der Arbeit schon wieder gewachsen bin.

Das mit dem Auto ist schon besser geworden, vorher war es so wie ich es in dem Thread Auto eines anderen Users geschrieben habe. Und da wirst du "verrückt".

tiger

10

Mittwoch, 23. April 2008, 06:31

Einfach ausprobieren und sich drauf freuen. Wenn du es nicht ausprobierst, wirst du nicht wissen, ob du es wirklich schaffst.
Und hey, es ist kein Verbrechen krank zu werden. Du hast ja einen trifftigen Grund warum du fehlst.
Sag mal, wie reagieren eigentlich deine Kollegen darauf? Wissen die, dass du unter Zwängen leidest und gehen die mit dir respektvoll um?

tiger27

unregistriert

11

Sonntag, 27. April 2008, 02:27

Erstmal sorry das ich jetzte erst antworte, habe es eben erst gesehen.

Mein direkter Chef kennt selber jemanden der sowas hatte und weiss deswegen wie es ist. Mein eigentlicher Chef ist immer korrekt mit mir umgegangen und versteht die Sache. Das rechne ich ihm hoch an. Ich arbeite in einer größeren Firma was sicher von Vorteil ist, in einem 2-Mann Betrieb wäre sowas sicher eher ein Problem. Die Kollegen kann ich im Moment noch nicht beurteilen, weil ich seit es bekannt wurde nicht mehr in der Firma war, ich habe nur mit einigen am Telefon gesprochen und die waren in Ordnung, haben nur gefragt ob es mir gut geht und freuen sich eher das ich hoffentlich bald wieder komme. Wir sind eine witzige Gruppe in unserer Abteilung und da ich generell ein lockerer Typ bin, kann ich auch mit Kritik in dem Fall leben. So wie ich mich kenne werde ich wenn ich wieder arbeiten kann sogar selber etwas auf die Schippe nehmen mit meinem Zwang, da ich mich selber nicht zu ernst nehme in solchen Sachen.

Wie ist es bei dir?


So, jetzt fallen mir aber die Augen zu......



LG
tiger

tiger27

unregistriert

12

Mittwoch, 14. Mai 2008, 22:24

Montag - Arbeit ich komme...................................................! :)

Zwänge sind jetzt soweit im Griff das ich am Montag versuche zu arbeiten. Freu mich wie auf Weihnachten. ;) *lol*

Hoffe alles klappt!


LG

tiger

ferdy01

Fortgeschrittener

  • »ferdy01« ist männlich

Beiträge: 246

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Niedersachsen

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13

Donnerstag, 15. Mai 2008, 16:16

Hallo tiger
Na dann drücken wir doch alle kräftig die Daumen.
Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.
Arthur Schopenhauer, 22.02.1788 - 21.09.1860
dt. Philosoph