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Zwangsgedanken: Entstehung?

ds50awi

unregistriert

1

Samstag, 5. Juli 2008, 15:06

Entstehung?

Hallo Zusammen,

ich bin neu in diesem Forum und habe eine Frage. Ich leide seit ca. 8 Monaten unter Zwangsgedanken. Diese Gedanken sind bei mir im Krankenhaus aufgetreten, nachdem ich ca. 1 Monat mit dem Krankheitsbild Depressionen behandelt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war ich auf einer psychiatrischen Gerontostation untergebracht d.h. auf dieser Station waren Patienten mit Alzheimer, Demenz, Alkohol und Depressionen.

Kann mir jemand sagen, warum diese Krankheit so plötzlich aufgetreten ist. Vorher hatte ich keine Zwangsgedanken. Diese Frage konnte mir bisher nicht beantwortet werden. Vielleicht könnt ihr mir damit helfen, so dass ich die Krankheit besser verstehen kann.

Viele Grüsse

Denise

Sina

Schüler

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2

Samstag, 5. Juli 2008, 16:07

Hallo Denise,

erstmal willkommen hier, bin auch noch recht frisch dabei...

es wäre höchst spekulativ, deine Frage zu Beantworten... Dafür müßte man viel mehr wissen zu Deiner Vorgeschichte etc.

Aber geht es dir primär um den Auslöser oder die Ursache?

Aber ich denke das wäre in jedem Fall ein Thema was in den Rahmen einer Therapie gehört.

LG
Sina

ds50awi

unregistriert

3

Samstag, 5. Juli 2008, 19:23

Entstehung

Hallo Sina,

danke für deine Nachricht. Durch deine Antwort habe ich entschieden, dass ich meine Frage bei der gerade begonnenen Verhaltenstherapie stellen werde.

Vielen Dank.

Denise

Sina

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4

Samstag, 5. Juli 2008, 23:21

Hallo Denise,

das finde ich gut und ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Ergründung,
wenn Du magst, kannst Du gerne berichten, wie es Dir dabei ergangen ist.

Ich würde mich freuen
LG

Sina

Maultier

unregistriert

5

Sonntag, 6. Juli 2008, 03:40

hallo,

ihr müsst euch unbedingt vernünftig und umfassend über die Krankheit informieren und nicht nur einzelne Aspekte rausgreifen. deshalb rate ich euch ein gutes Buch anzuschaffen (das habe ich jetzt hier schon ca. 10x empfohlen). es gibt dinge, die man einfach nicht wissen kann. es ist wirklich erstaunlich, was man noch alles in erfahrung bringen kann von den leuten / experten die diese bücher geschrieben haben. und diese erfahrungen / informationen sind leider auch bitter nötig...

auf dieser homepage und zwaenge.de findet man auch schon mal info´s, aber die sind doch recht oberflächlich (ist nicht vorwurfsvoll gemeint, sondern fakt). im forum stöbern ist auch sehr sinnvoll!

auch wenn man es euren beiträgen kaum anmerkt: ihr leidet sicherlich auch sehr unter der krankheit. deshalb wünsche ich euch, dass ihr euch schnellstmöglich um eine konstruktive herangehensweise bemüht!

grüße
maultier

ps:
ich bin erstaunt, dass du "als relativ frisch erkrankter" schon medikamente nimmst / bekommst. jeder muss das natürlich selbst entscheiden, aber ich finde es eigentlich nur sinnvoll, wenn man gerade konfrontationen macht. und selbst dann finde ich es noch fragwürdig. ich fange nächste / übernächste woche mit meinen "harten" konfrontationen an, nehme aber keine medikamente und plane das auch nicht...

ds50awi

unregistriert

6

Sonntag, 6. Juli 2008, 08:14

Entstehung?

Hallo Zusammen,

danke für Eure Hilfe. Ich habe einiges von euch erfahren und werde es jetzt umsetzen.

Danke.

Denise

Sina

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7

Sonntag, 6. Juli 2008, 10:54

Hallo Maultier,

Zitat

Original von Maultier
ihr müsst euch unbedingt vernünftig und umfassend über die Krankheit informieren


Sorry, aber der Witz ist nicht schlecht! Bin ich in den letzten 17 Jahren noch nicht drauf gekommen! :prust:

Zitat

Original von Maultier
und nicht nur einzelne Aspekte rausgreifen. deshalb rate ich euch ein gutes Buch anzuschaffen (das habe ich jetzt hier schon ca. 10x empfohlen). es gibt dinge, die man einfach nicht wissen kann. es ist wirklich erstaunlich, was man noch alles in erfahrung bringen kann von den leuten / experten die diese bücher geschrieben haben. und diese erfahrungen / informationen sind leider auch bitter nötig...

Nee, ne? Woher willst Du wissen, was ich weiß? Hab x Bücher über Zwänge gelesen, auch die Fachliteratur... also, laß ma.

Zitat

Original von Maultier
auf dieser homepage und zwaenge.de findet man auch schon mal info´s, aber die sind doch recht oberflächlich (ist nicht vorwurfsvoll gemeint, sondern fakt). im forum stöbern ist auch sehr sinnvoll!

:bla:

Zitat

Original von Maultier
auch wenn man es euren beiträgen kaum anmerkt: ihr leidet sicherlich auch sehr unter der krankheit. deshalb wünsche ich euch, dass ihr euch schnellstmöglich um eine konstruktive herangehensweise bemüht!

:lachen:

Ja, nee is klar! Mehr sach ich da ma nich mehr zu, wa!???

Sina

Maultier

unregistriert

8

Sonntag, 6. Juli 2008, 14:43

hallo,

das war in erster linie an denise gerichtet und sie hat sich ja auch bedankt...bei uns beiden übrigens.

aber auch bei deinen beiträgen hab ich manchmal das gefühl, dass du nicht so recht informiert bist, aber natürlich kann ich da auch falsch liegen. dann möchte ich mich entschuldigen! ich wollte aber wirklich nur helfen...ich versuche immer "neulingen" ein paar tips zu geben (sonst meld ich mich hier eigentllich kaum), weil ich noch genau weiss, wie schlimm es ist und wie sehr man leidet, wenn man nichts oder wenig über die krankheit weiss.

grüße von maultier

Sina

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9

Sonntag, 6. Juli 2008, 14:49

Sorry,

aber das gimg aus Deinem Post nicht hervor, so gar nicht.
Und woher nimmst Du die Vermutung, ich wäre Ahnunglos?

?(

Ist mir echt n Rätsel.

Inhaltlich halte ich mich zu dem, was Du geschrieben hast, lieber zurück und denke mir meinen Teil...

8o

Sina

Maultier

unregistriert

10

Sonntag, 6. Juli 2008, 16:17

hi,

ich sage doch nicht, dass du total ahnungslos bist und wie gesagt: ich kann mich ja auch irren und entschuldige mich dann auch dafür. aber bis vor 2 monaten noch dachte ich auch ich hätte schon genug ahnung, aber eigentlich war ich doch ziemlich verpeilt. erst die intensive lektüre des buches einer "zwangs-koryphäe" haben mir meine äuglein weit geöffnet und mich stark gemacht...

nix für ungut, wahrscheinlich hast du schon einiges an wissen angesammelt und ich hab einfach mich davon täuschen lassen,das du hier neu im forum bist! fühl dich bitte nicht provoziert, wir machen alle mal fehler, auch ein maultier.

grüße
:lieb:

tiger27

unregistriert

11

Montag, 7. Juli 2008, 18:15

Also, mal etwas zu den Büchern. Diese Bücher werden geschrieben von entweder Psychologen/Neurologen oder direkt Betroffenen die durch eine Therapie es geschafft haben ein relativ beschwerdefreies Bild zu haben. Es gibt keinen besseren Autor für diese Krankheit, als ein Betroffener selber, selbst ein Neurologe kann die Belastung für den Menschen in keinster Weise vollkommen richtig aufschlüsseln. Die sind auch nur schlauer durch Erfahrungsberichte. Aus diesen Grund würde ich mich zurück halten zu sagen das der oder der keine Kompetenz hat irgendein Ratschlag zu geben. Ich denke hier sind viele im Forum die das Ziel schon erreicht haben und sehr gute fundierte Berichte geben.

Auf die Medikamente bezogen kann ich immer nur sagen, aufgrund der Ablaufkette der konsultierten Ärzte bietet spätestens der Neurologe Tabletten an. Gerade ein "Frischling" (wie auch immer man das deklarieren will, die Zeit zählt nicht erst wenn der Patient Einsicht hat das er ein Problem hat) sollte sofort mit Medikation beginnen. Es bringt null und nichts wenn man mit Medikation einige Tage vor Start einer Konfrontationstherapie anfängt, weil die Präperate 6-12 Wochen Wirkzeit brauchen und nach den 12 Wochen in einer Therapie erst die nächsten "Raketen" zünden kann. Das ist kein Antibotika oder Paracetamol was innerhalb 2-3 Tagen oder wenigen Stunden anschlägt.

Zum anderen wird auf Medikation auch zurück gegriffen da ja viele weiterhin arbeiten möchten und bei manchen wirken Medikamente so gut das sie zumindest eine kürzere Ausfallzeit haben.


Grüsse

tiger

Tschulie

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12

Montag, 7. Juli 2008, 18:28

Zwangsgedanken entstehen einfach dann, wenn man lange sehr unter Stress steht.

Wenn man sie sich abewöhnt, ist das wie mit dem Rauchen.
Es dauert, aber man kann es schaffen!

Man muss allerdings erstmal seine Sichtweise etc. ändern.

1. Man muss sich so annehmen wie man ist
2. Man muss vor allem seine Wut, seine Trauer und Gefühle generell annehmen
3. Was man sich einmal angewöhnt hat, kann man sich auch wieder abgewöhnen.

Ich persönlich würde Zwangsgedanken jetzt nicht als Krankheit definieren. Ich hab auch mal eine Therapie gemacht und der Therapeut sagte mir, es wäre viel mehr ein Schutzmechanismus der Seele um schlimmeres zu verdrängen.
Wenn das Trauma überstanden ist, muss man allerdings auch was dafür tun, weil die Zwangsgedanken so schnell nicht wieder weggehen.

Greez